Hausgeschichten aus Einbeck / Wiederbelebung von Leerständen – Best-Practice

Erstellt von Anja Barlen-Herbig | |  CitymanagementLeerstandFachwerkFördermittel

Demografischer Wandel, Wegzug junger Menschen, Einzelhändler, die unter dem Online-Handel leiden – die Folgen des Strukturwandels machen auch vor der Stadt Einbeck mit knapp 34.000 Einwohnen nicht halt. Die Innenstadt ist an einigen Stellen vom Leerstand geprägt, was sich negativ auf das Stadtbild auswirkt. Die Bürgerinitiative Sch(l)aufenster setzt sich seit Jahren gegen den Leerstand ein, spricht mit den Eigentümern und belebt leerstehende Schaufenster mit Informationen von lokalen Vereinen und Akteuren.

Die so genannten  Sch(l)aufenster sind als Übergangsnutzung gedacht, bis sich neue Mieter finden oder bis der Eigentümer Renovierungen durchgeführt hat, die die Wiedervermietung oder Umnutzung erleichtern.  Mit dem Förderprogramm „Gute Nachbarschaft“ will die Stadt Einbeck die Aktivitäten der Bürgerinitiative unterstützen. Einbeck wurde gemeinsam mit den Partnerstädten im Fachwerk5Eck im Förderprogramm des Niedersächsischen Bauministeriums aufgenommen. Durch die Förderung soll die Bürgerinitiative über die bisher durchgeführte Schaufenstergestaltung hinaus in die Lage versetzt werden, im Dialog mit den Eigentümern Optionen für die Nutzung der Leerstände entwickeln zu können. Mit den Eigentümern sollen niederschwellig erste Ideen für eine Umnutzung z.B. in Wohnraum erörtert und grundlegende Anforderungen an Umbau, Sanierung, Baurecht und Finanzierung aufgezeigt werden. An drei erfolgreichen Beispielen zeigt die BI auf, was durch gemeinsames Engagement erreicht werden kann. Mit den Modellprojekten für Sanierung und Umnutzung will die Initiative, Hauseigentümer zu nötigen Umgestaltungen und Renovierungen motivieren.

Beispiel 1:  Haus in der Altendorfer Straße 40. Es gehört einem Bausachverständigen, der mit seinem Fachwissen eine denkmalgerechte und der Konstruktion des Gebäudes entsprechende Sanierung durchgeführt hat und dabei zwei schöne und sehr individuelle Wohnungen geschaffen hat. Als Erfolgsfaktor steht hier klar das Fachwissen des Eigentümers im Vordergrund. 

Beispiel 2:  Gebäude am Neuen Markt 9. Der Eigentümer wohnt nicht in Einbeck, Umgestaltungsmaßnahmen gestalteten sich für ihn daher schwierig. Hier kam ihm das Einbecker Kulturbüro zu Hilfe, deren Mitarbeiter auf der Suche nach einer Galerie waren. Sie unterstützten den Eigentümer bei der Trennung seines Gebäudes vom Nachbarhaus und bei der Einrichtung eines Badezimmers im Obergeschoss, so dass diese Etage nun als Wohnung vermietet werden kann. Die beiden Erfolgsfaktoren für die Wiederbelebung sind Nachbarschaftshilfe und ein individuell angepasster Lösungsvorschlag.

Beispiel 3: Haus in der Knochenhauerstraße 5, wohnt die Eigentümerin selbst in den beiden Etagen über dem Laden im Erdgeschoss. Nach verschiedenen Nutzungen stand der Laden in den vergangenen Jahren leer – die Schaufenster wurden von der BI Sch(l)aufenster dekoriert. Heute ist der Laden wieder in Nutzung durch ein Uhren- und Schmuckgeschäft. Eigentümerin und Mieter einigten sich auf eine moderate Miete

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