Das "FachwerkKritzelbuch" zum Aufschlauen, Entdecken und Verknallen

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Sie sind alt, voller Streifen, oft schief, manchmal verkleidet und manchmal verziert. Gecheckt, was gemeint ist? Na klar, altes Haus! Fachwerkbauten sind nicht nur typisch für unsere Region. Sie geben bereits seit dem 13. Jahrhundert deutschlandweit unseren Städten und Dörfern ein Gesicht.

In ihrer Bauweise spiegelt sich wider, was die Bauherren und Bauherrinnen, die Bewohner und Bewohnerinnen und die Gesellschaft ihrer Zeit bewegte. Eine neue Zeitschicht schenken  Denkmalaktivistinnen aus Südniedersachsen mit einem innovativen Baukultur-Bildungsformat.
Wenn ein Fachwerkhaus dein Freund wäre, welche Eigenschaften hätte es? Ist Fachwerk vegan und warum ist es ein Klimaretter? Ganz zeitaktuelle Fragen und jede Menge Spaß stecken in dem neu erschienenen FachwerkKritzelbuch, das mit den Fördermitteln im Rahmen von „Startklar in die Zukunft - Kunst, Kultur & Kreativität“ der Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung Niedersachsen e. V. ermöglicht wurde. Ausgedacht haben sich das Format die Künstlerin und Denkmalaktivistin Patricia M. Keil und die Kulturwissenschaftlerin Dorothee Hemme. Kinder und Jugendliche aus fünf Einbecker Schulen haben ihre Ideen erprobt und weiterentwickelt. Herausgekommen ist ein handliches Format, dass mit vielen Infos zur Geschichte und Gegenwart von Fachwerkbauten, mit Wahrnehmungsübungen, Gedankenimpulsen und digitalen Anleitungen für eigene kreative Arbeiten dazu einlädt, die Baukultur im eigenen Lebensort zu entdecken und zum FACHWERKLOVER zu werden.
„Was für Digga!!“ ruft ein Neidkopf, über witzige Darstellungen erfährt man warum Holz und Lehm Best Buddys sind, viele QR-Codes laden zum digitalen Entdecken ein, holzige Musiktipps lockern die Stimmung beim Kritzeln im Buch und unauffällig können vor allem Kinder und Jugendliche eine Menge über Fachwerk und seine Konstruktion kennenlernen. „Die Hauptzielgruppe für die Vermittlung von Fachwerkkultur sind meist Erwachsene und das wollten wir mit dem Buch ändern.“, so die Projektleiterinnen Dr. Dorothee Hemme und Patricia Magdalene Keil. Sie sind der Meinung, dass die Einbindung von Jugendlichen und die Vermittlung von Fachwerkwissen auch in der Region (Gemeinden und Dörfer) entscheidend sind, um das Fachwerkerbe breit in die Zukunft zu bringen. 
In der Fachwerkstadt Einbeck hat Patricia M. Keil vor Jahren die Initiative der Denkmalpaten gegründet, deren Arbeit Dorothee Hemme ethnografisch begleitet. Diese Erfahrungen zeigen, dass Jugendliche mit Begeisterung zu Expert:innen für Fachwerk werden, wenn sie die Dinge selbst in die Hand nehmen dürfen. Sie zeigen auch, dass eine eigenständige Annäherung an diese faszinierende Baukultur die Wahrnehmung und Wertschätzung des eigenen Lebensortes bei den Jugendlichen positiv verändert. „Was mich hergelockt hat, war: Wir dürfen selber was machen. Nicht: Wir gucken Erwachsenen zu und dürfen mal irgendwie helfen, sondern: Wir können es wirklich machen. Das war es. Dass wir selber auch mal was machen können, auch für unsere Stadt!“ so die Denkmalpatinnen Merle und Karina.
Das Förderprogramm "Startklar in die Zukunft", das durch Mittel des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung und des Niedersächsischen Kultusministeriums finanziert wurde, ermöglichte es, die Erfahrungen der Denkmalpaten mit der Fachwerkbaukultur in fünf weitere Schulen in Einbeck zu tragen und sie dort in AGs bzw. Projekttagen zum FachkwerkKritzelbuch weiter zu entwickeln. 
„Das Fachwerk ist ein wichtiger und wunderschöner Teil unserer Städte. Es gilt dies zu bewahren und Wertschätzung in der jungen Generation zu wecken. Man sagt ja so schön: „Nur wer selbst brennt, kann Feuer in anderen entzünden. Wer Interesse für Fachwerk wecken und junge Menschen in den Fokus nehmen möchte, erreicht dies nicht mit langatmigen Vorträgen, sondern mit Herzblut und Engagement. Ebenso wie bei diesem Buch, für das ich damals als Niedersächsische Sozial- und Jugendministerin gern die Schirmherrschaft übernommen habe.“ so Daniela Behrens, Niedersächsische Innenministerin.
Der aktuelle Niedersächsische Minister für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung, Dr. Andreas Philippi ergänzt: „Ich lebe im Süden Niedersachsens, wo sich viele schöne alte Häuser erhalten haben.  Auch als Erwachsener habe ich beim Lesen einige neue Dinge gelernt und werde beim nächsten Altstadtbummel das Fachwerk mit anderen Augen betrachten. Als neuer Jugend- und Sozialminister werde ich mich in Zukunft für Projekte starkmachen, bei denen junge Menschen mitgestalten können.“
Der Trägerverein Konzert- & Kulturfreunde Einbeck e.V. bedankt sich auch bei allen Partnerschulen: Geschwister Scholl Grundschule Einbeck, IGS Einbeck, Gymnasium Goetheschule Einbeck, Pestalozzi Grundschule Einbeck und allen Unterstützenden.
Das interaktive Bildungsformat soll eine kreative Auseinandersetzung mit Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Fachwerkbaukultur ermöglichen. Es steht auch in digitaler Form kostenlos zur Verfügung und kann per Mail an patricia@kfe.team angefordert werden. Auf denkmalpaten.de gibt es ein Portal, auf dem Ergebnisse von Erkundungen vor Ort und Zukunftsvisionen geteilt werden können, die mit diesem Kritzelbuch für Fachwerk entstehen.


FachwerkKritzelbuch (ein Projekt der Konzert- & Kulturfreunde Einbeck e.V.)
Lange Brücke 1 / 37574 Einbeck
Tel: 0 55 61  79 39 58 – 0 / info@kfe.team
Realisiert mit den Fördermitteln im Rahmen von „Startklar in die Zukunft - Kunst, Kultur & Kreativität“ der Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung Niedersachsen e. V.

Pressemitteilung des Konzert- & Kulturfreunde Einbeck e.V. 

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